Das StromSPARschwein

Was tun wir, wenn ein Wasserhahn tropft? - Oh, das nervt, sofort fest zudrehen! Falls das nichts hilft, ersetzen wir die Dichtung. 

Ganz anders beim elektrischen Strom: In den meisten Haushalten tropft der Strom nicht nur an einer Stelle, sondern der Strom tropft oder fliesst bei vielen Verbrauchern, ohne dass wir irgendeinen Nutzen davon hätten. Fachleute schätzen, dass ein Drittel des Stroms in unse-ren Haushalten vergeudet wird. Da wir die laufende Stromverschwendung weder sehen noch hören, nervt sie uns auch nicht. Wenn aller vergeudete Strom in unseren Wohnungen Wasserlachen bilden würde, kämen wir mit Aufwischen gar nicht mehr nach.

Um unnützen Stromverbrauch zu stoppen, müssen wir unsere Vernunft einsetzen und entsprechend handeln. In der Vergangenheit haben alle gesamtschweizerischen Appelle nichts gebracht: Jahr für Jahr steigt der Stromverbrauch in den Haushalten um durchschnittlich 1.7% an. Wir wollen das in unserem kleinen, übersichtlichen Dorf ändern. Je mehr Leute mitmachen, desto erfolgreicher sind wir.

Der Zeitpunkt zum Anfangen ist jetzt günstig: Im Frühling erhalten wir die Stromrechnung für die vergangenen zwölf Monate. Wenn wir die Rechnung aufbewahren und jetzt mit dem Spa-ren anfangen, können wir in einem Jahr bei der nächsten Abrechnung sehen, wie erfolgreich wir waren (und wie viel Geld wir gespart haben!).

Wir werden hier vom nächsten Monat an jeden Monat einen neuen konkreten Stromspartipp vermitteln. Anfangen mit Strom sparen kann aber jeder und jede sofort: Muss das Licht im Gang wirklich den ganzen Abend durch brennen? Ist der Geschirrspüler ganz gefüllt, bevor ich ihn einschalte? Habe ich die meistgebrauchten Lampen mit Stromspar- oder LED-Leuchtkörpern ausgerüstet?

Walter Züst

Strom sparen: Jede/r etwas, zusammen viel!