Spartipp 3: Standby ist nicht immer Standby

Gemäss Duden bedeutet Standbybetrieb: „Betriebsart, bei der ein Gerät auf die Fernbedienung anspricht, im Übrigen aber abgeschaltet ist.“ Schön wär’s!

Wenn man im Internet recherchiert, findet man z. B. für den Heimbetrieb neue Druckermodelle, die im Standby 60 W verbrauchen (das ergibt auf ein Jahr umgerechnet über 500 kWh, etwa einen Viertel des Jahresverbrauchs eines kleinen Haushalts  -  und das, ohne dass man davon irgendeinen Nutzen hätte). Es gibt aber auch viele Geräte, die im Standby weniger als 1 W verbrauchen.

Unsere Tipps:

—   Bei jedem Gerätekauf den Standbyverbrauch abklären.

—   Vorhandene Geräte prüfen: Kaffeeautomaten z. B. schalten zwar nach einer Wartezeit in den Standby, doch haben viele auch einen Netzschalter, mit dem man sie nach dem Frühstück ganz vom Netz trennen und später wieder einschalten kann.

—   Alle sogenannten Netzgeräte (z. B. um den Handyakku zu laden) bei Nichtgebrauch von der Steckdose trennen.

—   Wo mehrere Geräte zusammen ein- und ausgeschaltet werden (z. B. Computer und Zusatzgeräte), hilft eine einfache Steckerleiste mit Netzschalter, damit bei Nichtgebrauch auch wirklich kein Strom fliesst. Wer nicht aufstehen will, um den Fernseher samt Zusatzgeräten ein- und auszuschalten, kauft sich für ca. Fr. 20.00 eine Fernsteuerung für die Steckdose.

Übrigens: Der Verein Solardorf Rehetobel hat sich zum Ziel gesetzt, dass im laufenden Stromjahr der Verbrauch der Haushalte in Rehetobel nicht mehr zunehmen soll.

Und zum Schluss eine Frage: Kann denn der Verein dieses Ziel erreichen?  -  Sicher nicht. Aber wir alle können es gemeinsam erreichen.